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Energieeffizienz

Energiekette

Im Gesamtverlauf einer heute üblichen Energiekette gehen durch Umwandlungs- und Transportverluste zwischen Primärenergie und Endenergie bis zu 75 % von der ursprünglich vorhandenen Energie verloren. In den Gebäuden geht durch schlechte Aussenhülle, ineffiziente Gebäudetechnik und veraltete Geräte von der verbliebenen (End-)Energie zur effektiv spürbaren (Nutz-)Energie weitere Anteile verloren.

In der heute verbreiteten Energieverwendung geht von den ursprünglich vorhandenen Energie 90% durch Verlust verloren. Dies entspricht einer Effizienz von 10%.

Vorhandene Energie

Zur Primärenergie gehören die natürlichen Kohle-, Erdöl- und Erdgasvorkommen, Uran, Wasserkraft, Sonnenstrahlung, Windkraft, Erdwärme, Gezeitenenergie und Biomasse.

 

 

Restenergie: 100%

Förderung und Transport

Die Produkte der Sekundärenergie werden aus der Umwandlung von Primärenergien gewonnen. Dabei kommt es zu Verlusten durch Förderung, Transport, Umwandlung und Übertragung.

Alleine Förderung und Transport verursachen Verluste von je 15%.


Restenergie: 70%

Umwandlung und Übertragung

Zu den Sekundärenergien zählen z.B. Kohlebriketts, Kraftstoffe, Biogase und Erdgas (in aufbereiteter Form). Strom ist auch eine Sekundärenergie, da er aus der Umwandlung von Primärenergien oder auch anderen Sekundärenergien (z.B. Heizöl) gewonnen wird.

Auch bei der Umwandlung von Primär- in Sekundärenergie sowie den Transport werden je 15% verloren.

Restenergie: 40%

Effektiv nutzbar

Die Nutzenergie ist jene Energie, die nach der Umwandlung beim Verbraucher zur Verfügung steht, etwa in Form von warmem Wasser oder mechanischer Energie.

Die Energieeffizienz der Nutzung entsteht letztlich durch die Kombination von Nutzenergie, Effizienz der Energiewandler (z.B. Haarfön, Glühbirne, Heizkörper) und dem Verbraucherverhalten.

Restenergie: 10%

Schema eines effizienten Umgangs mit Energie

Durch Optimierung in der Energiekette kann der Verlust zwischen Primär- und Nutzenergie ohne Komforteinbusse um bis zu 90 % gesenkt werden.

Dies kann durch die gezielte Wahl der (erneuerbaren und vor Ort vorhandenen) Energieform sowie Verwendung von energieeffizienten Haustechniksystemen und Geräten im Haushalt erreicht werden. Erdwärme in Kombination mit Fotovoltaik-Anlagen stellt eine solche Lösung dar.

Moderne Lösungen im Umgang mit der Energie führen zu einer Energieeffizienz von bis zu 85%.